DHL-go green

Der Online-Handel nimmt seit einigen Jahren rapide zu. Das merken besonders die Auslieferungsunternehmen, wie beispielsweise DHL. Deshalb hat DHL das Projekt “Go-Green” ins Leben gerufen. Ziel ist eine Neutralisierung der CO2-Emissionen durch einen Ausgleich über verschiedene Klimaschutzprojekte.

Für GoGreen investiert DHL in Klimaschutzprojekte in verschiedenen Regionen und fördert aktuell einen Mix aus Projekten unterschiedlicher Typen wie “Energieeffizienz”, “Erneuerbare Energien” oder “(Wieder-)Aufforstung”. Alle Projekte müssen mindestens “VER Gold Standard”-Gutschriften generieren. Für Forstprojekt in Uganda hat DHL mit dem VCS und CCBS eine vergleichbare Standardkombination gewählt.

Um Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Klimaschutzprojekte zu geben, haben wir Ihnen hier einen Teil der unterstützten Projekte zusammengestellt:

 

DEPONIEGASKRAFTWERK IN DER TÜRKEI

Die Mamak-Mülldeponie in der Nähe von Ankara entsorgt täglich durchschnittlich 3.500 Tonnen
Siedlungsabfälle, von denen 60 % Bioabfälle sind. Vor Projektbeginn wurden die Abfälle ohne
Weiterbehandlung offen abgelagert. Hierbei entsteht sogenanntes Deponiegas, das zu 50 % aus
dem gefährlichen Treibhausgas Methan besteht.
Die Deponiegasanlage mit einer Gesamtleistung von 22,6 MW saugt das bei der Verrottung
entstehende Deponiegas ab und verhindert so die Freisetzung in die Atmosphäre. Zudem wird das
Gas zur Erzeugung von Strom genutzt. In das regionale Netz eingespeist, ersetzt der Ökostrom aus
konventionellen fossilen Brennstoffen generierte Elektrizität. Auf diese Weise können durch die
Nutzung von Biomasse CO2-Emissionen eingespart werden.
Neben der Reduzierung der CO2-Emissionen wirkt sich das Klimaschutzprojekt positiv auf das
wirtschaftliche und soziale Wohlergehen der Region aus. Die lokale Bevölkerung beteiligte sich
aktiv an der Planung des Projekts und profitiert in mehrfacher Weise von dem Technologietransfer.
Infolge des Projekts wurden neue Arbeitsplätze für den Betrieb der Anlage geschaffen. Die
Luftqualität konnte deutlich verbessert werden. Daneben werden mithilfe der Abwärme
mehrere Gewächshäuser beheizt. 2009 wurde das Projekt mit dem „World Bank Award for Best
Environmental Project“ausgezeichnet.

Die Nutzung von Deponiegas führt zu höheren Kosten und technischen Anforderungen in der
Stromgewinnung, da die Anlage in Mamak die erste ihrer Art in der Türkei ist. Erst die Erlöse aus
dem Verkauf der Emissionsgutschriften ermöglichen den wirtschaftlichen Betrieb der Anlage. Damit
erfüllt das Projekt das Zusätzlichkeitskriterium des Gold Standards, das eine Treibhausgasreduktion
vorschreibt, die über ohnehin eintretende oder gesetzlich vorgeschriebene Reduktionen hinausgeht.

Factsheet: DEPONIEGASKRAFTWERK IN DER TÜRKEI

 

WIEDERAUFFORSTUNG IN UGANDA

In Uganda sind Abholzung und Walddegradierung, insbesondere aufgrund der landwirtschaftlichen Nutzung der Flächen und des Einsatzes von Brennholz in ländlichen Gebieten, ein weit verbreitetes Problem. Da Wälder eine grundlegende Rolle im Kohlenstoffkreislauf und im Klimaschutz durch Aufnahme und Speicherung (Sequestration) von CO2-Emissionen haben, ist es wichtig, sie zu schützen.
„The International Small Group and Tree Planting Program“ (TIST) ermöglicht Kleinbauern in mehreren Regionen in Uganda die Bepflanzung ihrer eigenen Flächen im verträglichen Umfang und somit die Bekämpfung der verheerenden Auswirkungen der Abholzung, Armut und Dürre. Die Bauern erhalten Zahlungen für jeden gepflanzten Baum. Zusätzlich werden die wachsenden Bäume durch die Aufnahme und Speicherung von CO2-Emissionen auch in Zukunft als zusätzliche Einnahmequelle dienen.
Neben der Aufnahme und Speicherung von CO2-Emissionen durch Aufforstung von degradierten Flächen wirkt sich das Klimaschutzprojekt auch positiv auf das wirtschaftliche und soziale Wohl- ergehen in der Region aus. Die lokalen Kleinbauern profitieren von verschiedenen Schulungen zu wirksameren Bewirtschaftung ihrer Flächen. Folglich haben diese Bauern einen verbesserten Zugang zu Nahrung und zusätzliche Einkommensquellen jenseits der Bedarfswirtschaft.

Der Aufbau des Wiederaufforstungsprojekts führt zu höheren Kosten und besonderen Anforderungen an die Ausbildung der lokalen Kleinbauern. Erst die Erlöse aus dem Verkauf der Emissionsgutschriften ermöglichen den wirtschaftlichen Betrieb dieses Projekts. Damit erfüllt das Projekt das Zusätzlich-keitskriterium des Voluntary Carbon Standard (VCS) und Climate Community and Biodiversity Standard (CCBS), das eine Treibhausgasreduktion vorschreibt, die über ohnehin eintretende oder gesetzlich vorgeschriebene Reduktionen hinausgeht.

Factsheet: WIEDERAUFFORSTUNG IN UGANDA

 

SOLARPROGRAMM VON ORB ENERGYIN INDIEN

In Indien sind Privathaushalte und Unternehmen bei der Beleuchtung und Warmwasserbereitung
oftmals auf ein unzuverlässiges Stromnetz angewiesen. Als Alternative im Falle eines Stromausfalls
greifen sie auf fossile Brennstoffe wie Diesel oder Kerosin zurück.
Das nach dem Gold Standard verifizierte Programm hat die Bereitstellung von Solarstromanlagen
(Beleuchtung und sonstige Stromversorgung) sowie solarthermischen Anlagen (Warmwasserbereitung)
in ländlichen und städtischen Gebieten in verschiedenen Bundesstaaten Indiens zum Ziel.
Das Programm zur Bereitstellung von Solarthermie- und Photovoltaikanlagen nutzt Sonnenenergie
zur Erzeugung von Wärme bzw. Strom und ersetzt auf diese Weise fossile Energieträger, die nötig
gewesen wären, um den Energiebedarf auf herkömmliche Weise zu decken.

Die Umsetzung des Solarprogramms führt zu höheren Kosten und speziellen technischen Anforderungen.
Erst die Erlöse aus dem Verkauf der Emissionsgutschriften ermöglichen den
wirtschaftlichen Betrieb dieses Projekts. Damit erfüllt das Projekt das Zusätzlichkeitskriterium
des Clean Development Mechanism und des Gold Standards, mit einer Treibhausgasreduktion
durch das Solarprogramm von ORB, die über ohnehin eintretende oder gesetzlich vorgeschriebene
Reduktionen hinausgeht.

Factsheet: SOLARPROGRAMM VON ORB ENERGYIN INDIEN

 

WIEDERAUFFORSTUNG IN PANAMA

Panama ist die Brücke zweier Kontinente, gelegen zwischen Costa Rica und Kolumbien, und zählt
zu einer der Regionen mit der größten Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten weltweit. Die heimischen
Mischwälder auf diesen Breitengraden sind aufgrund ihrer relativ stark ausgeprägten Fähigkeit, CO2
aufzunehmen und zu speichern, ökologisch besonders wertvoll. Abholzung und Walddegradierung
bedrohen diese für den Klimaschutz wichtige Eigenschaft und die Biodiversität in der Region.
Im Projekt „CO2OL Tropical Mix“ werden in verschiedenen Provinzen Panamas ehemalige Brachflächen
und extensiv genutzte Rinderweiden mit überwiegend einheimischen Baumarten wieder aufgeforstet
und zu Mischwäldern umgewandelt. Durch eine schonende Bewirtschaftung wird nachhaltige Holzgewinnung
mit dem Schutz der Biodiversität und der Wiederherstellung des Ökosystems Wald verbunden.
Die Aufforstungsflächen bieten weiterhin Erosions- und Wasserschutz und ihre Verteilung
auf verschiedene Gebiete unterstützt die Wanderung von Arten.
Das Projekt zeichnet sich außerdem durch seinen sozialen Aspekt aus. Es ermöglicht zahlreiche
langfristige und fair bezahlte Arbeitsplätze für die einheimische Bevölkerung (bisher konnten über
150 Stellen geschaffen werden) und leistet einen Wissenstransfer in Kooperation mit der Landbevölkerung
überwiegend indigener Abstammung. „CO2OL Tropical Mix” ist überdies eines der
weltweit ersten durch den Gold Standard anerkannten Waldprojekte.

Ohne die Erlöse aus Emissionsgutschriften, die durch das anerkannte Wiederaufforstungsprojekt
generiert werden, wäre dieses für Investoren nicht attraktiv, da die zu erwartenden Gewinne aus
den entstehenden Nutzwäldern zu gering wären. Somit würde das Land weiterhin als Weidefläche
bestehen bleiben und eine Wiederaufforstung würde nicht stattfinden. Damit erfüllt das Projekt das
Zusätzlichkeitskriterium des Gold Standards und des Climate Community and Biodiversity Standards
(CCBS), das eine Treibhausgasreduktion vorschreibt, die über ohnehin eintretende oder gesetzlich
vorgeschriebene Reduktionen hinausgeht.

Factsheet: WIEDERAUFFORSTUNG IN PANAMA

 

Woodastic möchte den Klimaschutz unterstützen und versendet seine Ware daher ausschließlich über DHL-Go Green. Somit übernehmen auch wir Verantwortung für unsere Umwelt.

 

 

Quelle unserer Ausführungen: https://www.dpdhl.com/de/verantwortung/umweltschutz/gruene-produkte-services/klimaschutzprojekte.html.

Auf dieser offiziellen Seite von DHL finden Sie ebenso weitere Projekte, die DHL im Rahmen ihres Programms “Go Green” unterstützt.

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